HafenlohrWappen, Hafenlohrlied

 

Das Wappen der Gemeinde Hafenlohr

Die Bemühungen für ein Gemeindewappen durch den damaligen Bürgermeister Heinrich Hettiger begannen im Mai 1956. Im März 1957 wurde das Wappen bereits in der Heimatbeilage der Bayerischen Staatszeitung "Unser Bayern" veröffentlicht.

Das Bayerische Staatsarchiv in Würzburg hatte die Vorarbeiten erledigt und zunächst eine kurze Darstellung der Dorfgeschichte gefertigt. Der Antrag auf Verleihung eines Gemeindewappens wurde dann der Generaldirektion der Staatlichen Archive Bayerns in München zugeleitet. Privatdozent Dr. Dr. Friedrich Merzbacher, München, arbeitete die Entwürfe aus: einen kolorierten federgezeichneten Originalentwurf, farbige Reinzeichnungen für die Gemeinde, für das Hauptstaatsarchiv in Würzburg, für das Landratsamt, für die Regierung von Unterfranken und für das Staatsministerium des Innern. Ausserdem eine Schwarz-Weiss-Zeichnung für die "Staatszeitung" und als Vorlage für den Siegelschnitt, der beim Bayerischen Hauptmünzamt in München hergestellt wurde.

Die Anregung durch Bürgermeister Heinrich Hettiger, den man als eigentlichen Vater des Wappens bezeichnen kann, einen "Hafen" als Sinnbild der Töpferei und einen Wellenbalken als Sinnbild für den Wasserlauf Hafenlohr in das "redende" Wappen aufzunehmen, fiel auf fruchtbaren Boden. Der Tonkrug, ein sogenannter "Milchhafen", soll als heraldisches Sinnbild für das hier seit Jahrhunderten ansässige Töpfergewerbe dienen.

Die Farbzusammensetzung erinnert an die Wappenfarben der Grafen von Rieneck (Gold und Rot) und an die Farben des früheren Hochstifts Würzburg (Weiss und Rot).

Das Hafenlohrer Wappen wurde inzwischen in Ton, Zinn und Glas hergestellt. 1990 fertigte Markus Ritter als Gesellenstück ein Wappen aus Buntsandstein mit der Jahrzahl 1324. Dieses gewichtige Wappen wurde der Gemeinde als Geschenk von Markus Ritter und dessen Lehrherrn Steinmetzmeister Bernd Hofmann überlassen. Es ist am Rathaus in Hafenlohr angebracht.

 

Das Hafenlohrlied

Text: Heinrich Hettiger, Dezember 1932; nach einer alten Melodie

 

  1. Wo der Main durch grüne Auen zieht,
    wo am sanften Hang das blaue Veilchen blüht,
    wo im grünen Hag die Vöglein sing'n im Chor,
    dort liegt mein Heimatort, mein Hafenlohr.

  2. Wo das Bächlein silbern durch das Tal reinfließt,
    wo der Spessartwald mit seinen Eichen grüßt,
    deren Rauschen ich gelauscht mit Herz und Ohr,
    dort liegt mein Heimatort, mein Hafenlohr.

  3. Ewig lieben woll'n wir unsern Heimatort.
    Im Lied preisen wollen wir ihn fort und fort.
    Und den Himmel bitten wir wie nie zuvor:
    Gott schütz' die Heimat, unser Hafenlohr.

 

 

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