HafenlohrVeranstaltungen / EreignisseJahreshauptversammlung der Feuerwehr Windheim 

 

30.11..2007

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Windheim 

Bericht des Vorsitzenden Wilfried Schmidke

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Windheim hatte der Vorsitzende Wilfried Schmidke fristgerecht und ordnungsgemäß eingeladen. Auch die Beschlussfähigkeit war gegeben. Zum Totengedenken sagte Schmidke, dass dieses Jahr kein Kamerad verstorben und deshalb aller in den letzten Jahren verstorbenen Vereinsmitglieder das stille Gedenken gewidmet sei. Der Verein hat zum Berichtszeitraum insgesamt 93 Mitglieder, davon sind 24 Aktive und acht Jugendliche. In sechs Vorstandssitzungen wurden umfangreich Beschlüsse gefasst. 

Im Dezember 2006 wurde die Feuerwehrjugend beim Adventssingen unterstützt. Der erwirtschaftete Betrag hatte zur Herrichtung des Bildstockes an der Brücke und für die Feuerwehrjugend Verwendung gefunden. Dem Arbeitseinsatz am Bildstock ging eine Ortsbesichtigung voraus, bei der Engelbert Öehring gute Anleitungen zur Ausführung der Restaurierung geben konnte. Der Bildstock und die Mauer wurden abgedampft und gereinigt, auch wurden Rasengittersteine verlegt. Die Mauer wurde bepflanzt und eine Blumenschale aufgestellt. Eine Ruhebank wurde beschafft bzw. gebaut, welche von April bis Oktober am Bildstock aufgestellt werden soll. Über den Winter wird sie im Feuerwehrhaus eingelagert. Der Vorsitzende dankte in diesem Zusammenhang der Firma Robert Schwab, Hafenlohr, für die Holzspende und Manuel Schmidke für die umfangreichen Holzarbeiten. Auch die Bank am Feuerwehrhaus wird noch gestrichen und evtl. ein Tisch dazu besorgt, sodass unter der Linde ein schattiges Plätzchen angeboten werden kann. Ein befürchteter Fundamentschaden am Feuerwehrhaus konnte selbst stabilisiert werden. Um das Feuerwehrhaus wurden Bäume und Sträucher geschnitten; dies soll künftig jedes Jahr geschehen.  

Im Laufe des Jahres wurde auch einigen Vereinskameraden zu runden Geburtstagen gratuliert. Erwin Kirsch, Bernd Stahl, Günther Manninger, Oskar Amend, Walter Kern und Hermann Würr. Es gab das traditionelle Kesselfleischessen, die Maibaumaufstellung zusammen mit dem Musikverein und das Grillfest. Auch der hier erwirtschaftete Ertrag wird der Wehr zur Beschaffung von Ausrüstungen zur Verfügung stehen. Vier Tage waren Wehrangehörige beim Jugendzeltlager in Marbach, wobei die guten Kontakte zu den Wehren Marbach und Frankfurt/Nied vertieft werden konnten. Diese Freundschaft ist besonders Ehrenlöschmeister Walter Stürmer zu verdanken, der es sich nicht nehmen lässt, immer zu den gegebenen Anlässen nach Windheim zu kommen, wie auch zu dieser Jahreshauptversammlung. Ein Ausflug in die Rhön und die Halloween-Party waren gut besuchte Veranstaltungen.  

Die Einladung zur 130-Jahrfeier der Freiw. Feuerwehr Hafenlohr habe man gerne angenommen und sich an der Kirchenparade und der Einweihung des neuen Löschfahrzeuges beteiligt, sagte Schmidke.  Als Gastgeschenk habe man eine Florianfigur für das Florian-Stübchen im neuen Haus überreicht. Zum Festzug war die alte Feuerwehrspritze aktiviert und damit die Ehrenkommandanten von Hafenlohr und Windheim, Hans Weyerich und Georg Eyrich kutschiert worden. Auch am 130jährigen Stiftungsfest der FFW Schollbrunn und der Einweihung eines Löschfahrzeuges nahm die Windheimer Wehr teil.   

Berichte des Kommandanten Fred Reinfurt, der Jugendwartin und der Kassenführerin Christine Reinfurt 

Von Kommandant Fred Reinfurt war zu erfahren, dass die Wehr wegen des Orkans „Kyrill“ in Bereitschaft war, jedoch nicht ausrücken musste. Bei einem Verkehrsunfall in Lindenfurt wurde die Wehr zur Sperrung des Hafenlohrtales abkommandiert. Dreimal gab es Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Sechs Mitglieder nahmen an einem Motorsägelehrgang in Röttbach teil und beim Hafenlohrtalfest sorgten die Kameraden für die Sperrung der Zufahrt. Martin Kuhnert bestand die Prüfung zum Truppmann und Manuel Schmidke wurde in den aktiven Dienst aufgenommen. Zur Personalsituation sagte Reinfurt, dass sich die Jugend hervorragend entwickeln würde. Sein Dank galt daher der Jugendwartin Christine Reinfurt und Manuel Schmidke, der sie in der Jugendarbeit unterstütze. Zum aktiven Dienst konnten drei Kameraden neu verpflichtet werden, sodass derzeit 24 Aktive zu verzeichnen sind. Trotzdem könne es durch arbeitsbedingte Abwesenheit vom Wohnort tagsüber zu Personalengpässen kommen.  

Trotz knapper Kasse habe die Gemeinde sechs komplette Jugendschutzanzüge mit 500 Euro finanziert, sagte Reinfurt, den Rest übernahm die Feuerwehr selbst. Vom Verein wurden zwei Ladeerhaltungsgeräte beschafft, damit das TSF und das MTF auch im Winter immer startbereit sind. Da die Gummistiefel sehr unkomfortabel seien, habe man an die Vorstandschaft den Antrag auf Feuerwehrstiefel für die Aktiven gestellt.  

Als Kassenwartin berichtete Christine Reinfurt von einem ausgeglichenen Kassenstand. Dank der gut besuchten Veranstaltungen konnten alle nötigen Anschaffungen getätigt werden, womit nicht gesagt werden soll, dass nicht immer noch unverfüllte Wünsche übrig bleiben. Helmut Kern und Wolfgang Ostheimer hatten die Kasse geprüft und eine einwandfreie Kassenführung bestätigt. Auf Antrag erfolgte dann die einstimmige Entlastung der Kassenführerin und der gesamten Vorstandschaft. 

In ihrer Funktion als Jugendwartin war von Christine Reinfurt zu erfahren, dass die Jugend zusammen mit der Jugendfeuerwehr Hafenlohr Christbäume eingesammelt hat. Wie bereits vom Vorsitzenden erwähnt, wurde der Erlös aus dem Adventssingen und der Halloween-Party in die Bildstocksanierung und die Jugendarbeit investiert. In Marbach wurde gezeltet und zusammen mit den Freundschaftswehren Marbach und Frankturt/Nied in die Rhön gefahren. Bei einem Tagesausflug und einer Dorfrally im Freilandmuseum in Fladungen gewannen Marie Michel und Diana Simon Freikarten für einen Zirkus, die dann im Zirkus Knie in Lohr eingelöst wurden.  

Am diesjährigen Wissenstest in Marktheidenfeld nahmen Martin Kuhnert (Stufe 4, Urkunde), Moritz Erbshäuser (Stufe 2, Silber) und Sabrina Löffler (Stufe 1, Bronze) teil. In Birkenfeld waren dabei: Tobias Nebel (Stufe 2, Silber) und Marcel Schmidke (Stufe 1, Bronze). Das Thema des Wissenstest 2007 war Erste Hilfe. Außer den genannten Aktivitäten wurden noch zahlreiche Übungen durchgeführt, die immer sehr gut besucht waren, lobte Christine Reinfurt.  

Grußworte von Bürgermeister Alfred Ritter und Kreisbrandmeister Jan Eichner 

In seinen Grußworten sagte Bürgermeister Alfred Ritter, dass es ihn sehr freue, nur Positives zu hören. Besonders aufmerksam höre er bei den Jahreshauptversammlungen den ausführlichen Bericht des Kassenwartes und er könne feststellen, dass die Feuerwehrkasse in Windheim stimme und der diesjährige Gemeindehaushalt nicht mit hohen Ausgaben belastet worden sei. Anerkannt wurden vom Gemeinderat auch die Verdienste hinsichtlich der ordentlichen Unterhaltung des Gerätehauses mit Außenanlage, die gute Pflege der technischen Geräte und besonders die gute Zusammenarbeit. Der Gemeinderat stehe auch angebotenen Fortbildungsseminaren objektiv gegenüber, denn es bedarf auch einer guten Ausbildung, wenn nur zu technischen Einsätzen gerufen werde. Ritter bedankte sich sehr herzlich für die vielen ehrenamtlichen, freiwilligen Leistungen für die Dorfgemeinschaft. Auch Vorsitzender Schmidke sparte nicht mit Dankesworten die an den Gemeinderat und den Bürgermeister gerichtet waren. Schmidke stellte fest, dass dies die letzte Jahreshauptversammlung sei, an der Ritter als Bürgermeister teilnehme. Ritter habe in Windheim vier Vorsitzende und vier Kommandanten erlebt und es sei insgesamt ein guter Weg miteinander gegangen worden. Als kleinen Dank überreichte er ein Weinpräsent. Kommandant Reinfurt bedankte sich auch bei KBI Elmar Väth und KBM Jan Eichner, die immer durch Rat und Tat zur Seite gestanden hätten.  

Kreisbrandmeister Jan Eichner überbrachte die Grüße des Kreisbrandrates und des Kreisbrandinspektors. Es sei richtig, den Verein in das Vereinsregister eintragen zu lassen, da im bisherigen Zustand der Vorsitzende mit seinem Privatvermögen haftbar gewesen sei. Eichner lobte die Teilnahme an den Lehrgängen und dankte für die geleistete Arbeit der Vereinsmitglieder und der Aktiven. Eichner stellte fest, dass er erstmalig in Windheim bei der Feuerwehr gewesen und ihn die gute Arbeit und die Atmosphäre in der Wehr beeindruckt habe.  

Vereinsregister und Satzungsänderung 

Einen breiten Raum nahm die Information über den Eintrag des Feuerwehrvereins in das Vereinsregister und die dazu nötige Satzungsänderung ein. Im Mai, so berichtete der Vorsitzende Wilfried Schmidke, habe er einen Antrag auf Eintrag des Vereins in der Vorstandschaft gestellt. Dies habe vor allem haftungsrechtliche Gründe, da bisher der Feuerwehrverein nur eine lose Personenvereinigung gewesen sei. Die Änderung der bisherigen Satzung sei nötig und deshalb habe er die entsprechenden Behörden aufgesucht und die Änderungen besprochen. Die anwesenden Mitglieder erhielten jeweils ein Exemplar des neuen Satzungsentwurfes. Außerdem las Schmidke Punkt für Punkt die Satzung vor und erläuterte die notwendigen Änderungen. Von sieben Vorstandsmitgliedern müsse die neue Satzung unterschrieben werden. Nach eingehender Beratung stimmten die anwesenden Mitglieder der Satzungsänderung einstimmig zu, sodass nun der Antrag beim Amtsgericht Gemünden eingereicht werden kann.  

Vorschau für 2008 

Einstimmig wurde beschlossen, drei verdiente Feuerwehrmänner zu Ehrenmitgliedern zu ernennen. Die Ehrung solle zu gegebener Zeit bzw. zum Jahrtag erfolgen.  

Christine Reinfurt lud im Namen der Jugendfeuerwehr Windheim zum diesjährigen Adventssingen ein, das an allen vier Adventssonntagen stattfindet. Der Erlös komme der Renovierung des „Hutzelbrunnens“ zugute. 

Am 13. Januar 2008 findet der Jahrtag der Verein statt. Am 26. Januar ist Kesselfleischessen im Feuerwehrhaus. Das Lackefleischessen oder ein Wandertag sind für Februar oder März geplant. Leistungsprüfungen sind vorgesehen. Ein Jugendzeltlager wird vom 22.-25. Mai (Fronleichnam) an der Hafenlohrtalhalle mit Jugendwandertag am 24. Mai für die umliegenden Jugendfeuerwehren und die Freundschaftswehren aus Marbach und Frankfurt/Nied angeboten. Das 130-jährige Stiftungsfest wird vom 4. und 5. Oktober in der Hafenlohrtalhalle gefeiert. Das Festprogramm sieht für Samstag einen bunten Abend vor. Am Sonntag, nach dem Gottesdienst, der Kranzniederlegung und der Totenehrung, führt ein Festzug zur Hafenlohrtalhalle. Als Schirmherr konnte seine Durchlaucht Erbprinz Carl Friedrich zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg bereits gewonnen werden. 

 

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