HafenlohrVeranstaltungen / EreignisseJahrtag der Vereine in Hafenlohr

 

20.01.2008

Jahrtag der Vereine in Hafenlohr

Der gemeinsame Jahrtag der Ortsvereine von Hafenlohr wurde dieses Jahr vom VfB Hafenlohr ausgerichtet. Nach dem Gottesdienst und der Totenehrung am Kriegerdenkmal, musikalisch mit gestaltet von der Hafenlohrtalkapelle und dem Gesangverein, zogen die Vereinsmitglieder zum Vereins- und Bürgerhaus. Nach der Begrüßung und einführenden Worten durch den Vorsitzenden des VfB, Gert Weisner, erfolgten die Berichte der Vereine.

Gesangverein 1877 e. V.

Das erste öffentliche Singen im Jahr finde jeweils beim Gottesdienst an den Jahrtagen der Vereine – Windheim und Hafenlohr – statt, teilte Vorsitzender Walter Hofmann mit. Es folge der Weiße Sonntag, das Singen in Maria Buchen und zum Abschluss des Jahres das Singen in der Christmette. Dazwischen gab es einen Festbesuch in Schollbrunn, die Weinprobe im Winzerkeller in Homburg, einen Tagesausflug nach Frankfurt und den Besuch eines Konzertes in der Neubaukirche in Würzburg. Der Verein selbst feierte 2007 das 130-jährige Bestehen mit einem kleinen Fest. Hiefür war wieder ein Projektchor im Einsatz. Den Liederabend unterstützen der gemischte Chor Kembach und der Männerchor Birkenfeld. Musikalisch begleitet wurde auch der Festgottesdienst anlässlich der 130-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Hafenlohr. Vorsitzender Hofmann sagte, dass er sich sehr über neue Sängerinnen und Sänger freuen würde, damit der Gesangverein weiter bestehen könne.

Kultur- und Brauchtumverein

Für den Kultur- und Brauchtumverein berichtete der 2. Vorsitzende Herbert Lerchl, dass auf das 12-jährige Bestehen zurück geblickt werden könne und der Verein zurzeit 122 Mitglieder habe. Es wurde am Faschingszug teilgenommen, Osterschmuck mit Hilfe von Agnes Hupp hergestellt, die Schaufester mit Weihnachtsmotiven geschmückt und die Weihnachtsbeleuchtung an den Bäumen angebracht. Bei der Generalversammlung wurde die komplette Vorstandschaft neu und wieder gewählt. Zur Weihnachtsfeier im Anker kam der Nikolaus, es wurde ein kurzweiliges Programm geboten und es gab einige Überraschungen. Lerchl teilte mit, dass die Räumlichkeiten für Schlacht- und Backaktivitäten im Vereins- und Bürgerhaus nicht nur den Vereinsmitgliedern zur Verfügung stehen, sondern auch von Bürgern aus Hafenlohr und Windheim, sowie von Ortsvereinen gemietet werden können. Am 15. Juni 2008 wird der Kultur- und Brauchtumverein ein Hoffest veranstalten.

Soldaten- und Bürgerkameradschaft

Kurz und bündig war der Bericht des Vorsitzenden Leo Fischer von der Soldaten- und Bürgerkameradschaft. Drei-Königs-Tombola, Winterwanderung zum Dorfmuseum Erlenbach, Motorsägekurse für Anfänger und Fortgeschrittene, Teilnahme Fronleichnamsprozession, Vorbereitung und Durchführung des Kommersabends anlässlich des Feuerwehrfestes und der Inbetriebnahme des neuen Gerätehauses und Feuerwehrfahrzeuges, Ausrichtung des Jakobifestes, Herrenausflug in die Rhön und Teilnahme am Volkstrauertag. Die Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge wurde übernommen. Einige Mitglieder haben das Kriegerdenkmal und die Statue des hl. Michael gereinigt und Steine verfugt. Die Vorschau für 2008 viel ebenfalls knapp und präzise aus. Winterwanderung, Besuch einer Tageszeitung, evtl. noch einmal Motorsägekurse, Grenzgang Richtung Marktheidenfeld-Drei Eichen, Herrenausflug nach Ingolstadt, Besuche von Festen benachbarter Vereine. Das diesjährige Jakobifest wird in Verbindung mit dem 135-jährigen Gründungsfest der Kameradschaft stattfinden.

Freiwillige Feuerwehr

Kommandant Stephan Schneider berichtete, dass im vergangenen Jahr zu keinem Brand ausgerückt werden musste. Die Einsätze waren nötig wegen Windbrüchen und Sturmschäden, bei Absperrungen (neue Mainbrücke wegen selbstmordgefährdeter Person, sowie Faschingszug) und bei der Maibaumaufstellung, der Beseitigung von Ölspuren, von Wasserrohrbruch und Blitzeinschlag in der Schule. Bei allen Einsätzen ging es darum, drohende Gefahren für die Bürger abzuwenden oder die Folgeschäden zu minimieren. Die aktiven Feuerwehrleute rückten zehnmal zu Übungen im Ortsbereich aus. Darunter waren zwei Nachtübungen und eine Maschinistenausbildung am neuen Löschgruppenfahrzeug 47/1. Außerdem gab es zwei Atemschutzübungen in Lohr, zwanzigmal Geräte- und Gerätehauspflege, zehn Arbeitseinsätze im neuen Feuerwehrhaus. Schwerpunkt war die Außenanlage, wie das Pflastern, Erdarbeiten und die Außenbeleuchtung. Eine Unterweisung fand in der 3. Klasse der Grundschule Hafenlohr statt. Insgesamt leisteten die Feuerwehrmitglieder im vergangenen Jahr ca. 900 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit an Arbeitseinsätzen, Übungen und Einsätzen, Vorstandschaftssitzungen und Vereinsaktivitäten.

Die Jugendgruppe bestehe momentan aus zehn aktiven Feuerwehranwärtern, teilte Schneider mit. Im Berichtsjahr wurden 33 Jugendübungen durchgeführt. Diese sind immer als Vorbereitung für anstehende Prüfungen ausgelegt. Beim Staffelwettbewerb wurde der 9. Platz belegt. Den Wissenstest bestanden alle Teilnehmer. Schneider betonte, dass alle Einsätze, Übungen, Arbeitseinsätze, Schulungen etc. in der Freizeit stattfinden würden. Dabei könnten jedoch alle Fertigkeiten nicht helfen, wenn beim Einsatz das nötige technische Gerät nicht zur Verfügung stehe. Es sei deshalb seinerseits nicht nachvollziehbar, dass Investitionen, wie Feuerwehrauto und Gerätehaus, in Frage gestellt werden. Die Feuerwehr war schon immer bestrebt und wird es auch künftig sein, die Gemeinde bei Anschaffungen zu entlasten. Es wurden z. B. in den Jahren 2006 und 2007 insgesamt über zehntausend Euro aus Vereinsmitteln für technisches Gerät, Ausstattung für das Feuerwehrhaus und die Fahrzeuge ausgegeben. Die Einnahmen aus Bewirtungen, Veranstaltungen und Spenden würden direkt in die Feuerwehrarbeit fließen und somit die Kasse der Gemeinde entlasten. Trotz der angespannten Finanzlage hätten die Gemeindevertreter jedoch die Dringlichkeit der Situation erkannt, dass Investitionen in ein neues Feuerwehrfahrzeug und Gerätehaus unumgänglich waren und entsprechend gehandelt. Schneider dankte deshalb dem Gemeinderat und vor allem Bürgermeister Alfred Ritter, dass allen Widrigkeiten zum Trotz, zu Gunsten der Wehr entschieden worden war.

Alfred Ritter seinerseits bedankte sich bei allen Vereinen für ihr ehrenamtliches Engagement und die finanziellen Aufmerksamkeiten. In Anbetracht der hohen Schulden, würden diese der Gemeindekasse gut tun. Im Mittelpunkt müsse jedoch immer das Füreinander stehen, das erzeuge Freude und Zufriedenheit. Ritter sagte Dank für die 18-jährige gute Zusammenarbeit. Als Bürgermeister nehme er an diesem Jahrtag Abschied von der Vereinsfamilie. Als Mitglied werde er aber weiterhin dem Vereinswesen treu bleiben.

Den gemeinsamen Jahrtag der Vereine nahm der Vorsitzende des VfB Hafenlohr, Gert Weisner, zum Anlass, langjährige Mitglieder zu ehren, auszuzeichnen, sowie verdienten Mitgliedern für ihre Unterstützung und den ehrenamtlichen Einsatz zu danken.

Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Irmtrud Ritter. Sie ist seit 1955 Mitglied des Vereins, gründete 1965 die Damengymnastik-Gruppe 1, 1979 folgte die Damengymnastik-Gruppe 2. Dort war sie von 1979 bis 2004 Übungsleiterin. In all den Jahren setzte sie sich besonders für den Jugendfußball, auch als Schiedsrichterin, ein. Einige Jahre bewirtschaftete sie das Sportheim und auch sonst war Irmtrud Ritter sehr oft für den VfB im Einsatz. Dazu zählt auch die Betreuung der Strickfrauen, das Waschen von Trikots und so weiter und so fort. Es gäbe noch vieles auf zu zählen.

Ebenfalls zum Ehrenmitglied des VfB wurde Philipp Obmann ernannt. Er ist seit 1975 Mitglied des VfB, war 1976 Gründungsmitglied und ist seither Abteilungsleiter der Alt-Herren-Gymnastik, war langjähriges Vorstandsmitglied, davon vier Jahre, von 1979 bis 1983 als 2. Vorstand.

Werner Klier wurde vom Kreisvorsitzenden des Tennisverbandes Main-Spessart, Wolfgang Geist, für fünfzig Jahre aktiven Tischtennissport (von 1957 bis heute) mit Urkunde und Ehrennadel geehrt. Geist sagte, dass der VfB einer der ältesten Vereine im Tischtennisverband MSP sei und Werner Klier der älteste aktive Spieler. Ein junger, talentierter Nachwuchsspieler ist Stefan Östel, er wurde unterfränkischer Tischtennismeister.

Dank sagte Gert Weisner seinem Vorgänger Franz Riedmann für seine 14-jährige Tätigkeit als 1. Vorstand und den jahrzehntelangen Einsatz für den VfB als Vorstandsmitglied und Abteilungsleiter. Weisners Dank galt auch Guntram Leimeister vom Förderverein für die Unterstützung des VfB in verschiedenster Weise. Wer etwas für den VfB tun möchte, kann dies auch durch eine Mitgliedschaft beim Förderverein machen, meinte der Vorsitzende. Weisner dankte auch Trixi Hein-Schmid für die immer aktuelle Gestaltung der VfB-Internetseite (www.vfb-hafenlohr.de). Bedankt hat sich Vorstand Weisner auch für 360 Euro, die anlässlich der Bewirtung der Firma Lermann bei der Weihnachtsfeier in der Hafenlohrtalhalle erwirtschaftet worden waren. Maßgeblich daran beteiligt waren die Eltern der Fußballjugend, sowie Berthold Schwab und Jürgen Pawlicki aus Windheim.

Bürgermeister Alfred Ritter sagte in seinen Grußworten, dass trotz aller aufgetretenen Probleme das Vereinswesen in Hafenlohr mit dem nötigen Pflichtbewusstsein stabil gehalten worden sei. Dafür danke er allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die sich für die Vereinsarbeit engagiert einsetzten, insbesondere für die erfolgreiche Jugendarbeit. Hierzu zähle er Manuel Fischer, der sich viel Zeit nehme, beim VfB in der Vorstandschaft mit zu arbeiten und eine vorbildliche Jugendarbeit in der Abteilung „Fußball“ eigenständig und mit viel Geschick leiste. Zu erwähnen seien die Jugendturniere, besonders der Oster-Cup, dazu spiele er noch neben seinem Beruf Fußball und organisiere Veranstaltungen. Ritter sprach Manuel Fischer deshalb im Namen der Gemeinde Hafenlohr für seine Verdienste um den VfB Dank und Anerkennung aus und überreichte eine Urkunde.

Ehrungen gab es auch durch Kommandant Stephan Schneider im Namen der Freiw. Feuerwehr Hafenlohr. Für seinen 30-jährigen aktiven Dienst wurde Norbert Pietzarka mit Ärmelstreifen geehrt; ebenso für 10 Jahre Jochen Müller und Bastian Rockenmaier. Katharina Würr und Ramona Hennig wurden in den aktiven Dienst aufgenommen.

VfB Vorsitzender Gert Weisner, Philipp Obmann, Werner Klier, Manuel Fischer, Irmtrud Ritter, Jochen Müller, Bastian Rockenmaier, Norbert Pietzarka, Bürgermeister Alfred Ritter

Tennisclub

Beim Jahrtag der Vereine im Vereins- und Bürgerhaus berichtet der Vorsitzende des Tennisclubs Hafenlohr Axel Mayer, dass 2008 das 25-jährige Bestehen gefeiert werden kann. Der Verein hat insgesamt 175 Mitglieder, davon sind 70 weiblich und 105 männlich. Der weibliche Anteil liege bei 40%, der der Jugendlichen bis 17 Jahre bei 26 %. Es waren elf Mannschaften am Medienspielbetrieb beteiligt. Gute Ergebnisse konnten erzielt werden. Die 14-jährigen wurden Meister, die 40er Damen spielen in der Landesliga, die 55er Herren können auf Grund der guten 2007er Ergebnisse 2008 in der Bezirksliga 1 starten und die wackeren 60er waren ungeschlagen zweiter in der Bezirksklasse 1. Der in Erlenbach verteidigte Weinpokal bleibt nach dreimaligem Erfolg nun in Hafenlohr. Alle weiteren Mannschaften erreichten gute Platzierungen. Zur Saisoneröffnung fand eine Feier mit clubinternem Schleifchenturnier für Hobbyspieler und –spielerinnen statt, ein Erfolg war auch das Pfingsttreffen und die Beteiligung der Jugend bei den Hobby-Vereinstagen. In der Saison 2008 werden erneut elf Mannschaften vertreten sein. Herausragend soll das Fest zum 25-jährigen Bestehen vom 29. bis 31. August werden. Geplant sind Kommersabend, Turniertag mit Nachbarschaftsvereinen, Frühschoppen, freier Spielbetrieb und Brockenfest mit gemütlichem Ausgang.

Pferdefreunde Hafenlohr und Umgebung

Viele Programmpunkte gab es im Vereinsleben der Pferdefreunde, wie Anton Rockenmaier mitteilte. Lakefleischessen an Dreikönig, organisiert von Manfred und Gerlinde Weber. Jahrtag der Vereine, Fahrt zur Equitana Pferdemesse nach Essen, Maigrillen auf dem Reitplatz, Muttertagskutschfahrt, organisiert von Silke Ulshöfer, von Wombach über die Aurora, Arbeitseinsatz mit Dachsanierung und Zaunbau unter Leitung von Wolfgang Simon, Besuch der Laurenzimesse am Tag der Vereine, Vorstandssitzung, sowie Besichtigung der Martinsbräu. Silke Ulshöfer und Andreas Sauer hatten ein Eicher-Schlepper-Treffen organisiert, bei dem elf der blauen Fahrzeuge aus den 50iger bis 90iger Jahren besichtigt werden konnten. Trotz des schlechten Wetters sei das interne Fest zum 25-jährigen Bestehen ein wunderbares Erlebnis für die Besucher gewesen, sagte Rockenmaier. Lange geplante Reitervorführungen mussten zwar ausfallen, aber Andrea und Stefan Giesecke hätten mit ihren Pferden unbeirrt ihre Parcours gezogen. Bei der Hauptversammlung im Dezember 2007 wurde eine neue Vorstandschaft gewählt. 1. Vorsitzender ist Mathias Endres, 2. Vorsitzender Bertram Hübner, Technischer Leiter Peter Herma, Kassiererin Karola Hübner, Schriftführerin Irmgard Glöckner-Laing und Beisitzer sind Tanja Endres und Caroline Herma.

Theatergruppe

Mit einer Überraschung wartete Reiner Fischer von der Theatergruppe Hafenlohr auf. Er hatte aus dem Erlös der Aufführungen von 2007 Spendengelder mitgebracht, die er zweckgebunden überreichte. An Bürgermeister Alfred Ritter für die Gemeinde als Grundstock für einen zweiten Geschwindigkeitsmesser, an die THW-Jugend für die Jugendarbeit, an die Freiw. Feuerwehr Hafenlohr als Zuschuss für die Führerscheinausbildung, die zum neuen Feuerwehrauto nötig ist, an Elli Liebler für die Marktheidenfelder Tafel für Grundnahrungsmittel, an Siegfried Hofner für die Pfadfinder in Höchberg, an Andreas Schwab von der FFW Oberndorf für die Ersthelfergruppe, an Heidrun Hönig für das Stammzellen-Therapiezentrum und an die Franziskanerschwester vom Kloster Oberzell in Würzburg für Frauen in Not. Fischer sagte, dass die Laienspielgruppe in der zwanzigsten Saison spiele und seither ca. vierzigtausend Euro für soziale, karitative und gemeindliche Zwecke gespendet habe.
Foto Nr. 1491 v.li: Elli Liebler (Marktheidenfelder-Tafel), Andreas Schwab (FFW Oberndorf), Heidrun Hönig (Stammzellentherapie-Zentrum), Franziskanerschwester vom Kloster Oberzell, Reiner Fischer (Theatergruppe), Christoph Weber (FFW Hafenlohr), Siegfried Hofner (Pfadfinder Höchberg), Bürgermeister Alfred Ritter, THW-Jugend-Vertreter Väth und Geis

 

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