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10.02.2008 Erich Scherg wurde 80 Hafenlohr Zum 80. Geburtstag konnten Bürgermeister Alfred Ritter im Namen der politischen und Pfarrer Willi Kneisel namens der Kirchengemeinde am 10. Februar Erich Scherg gratulieren. Auch Vertreter des Gesangvereins, der Hafenlohrtalkapelle und der Fischerzunft hatten sich beim Jubilar eingefunden. Erich Scherg wurde am 10. Februar 1928 als Ältester von drei Geschwistern der Eheleute August und Josephine Scherg in Hafenlohr geboren und ist hier auch aufgewachsen. Nach der Volksschule konnte er keine Berufsausbildung machen, da der Vater bei der Wehrmacht war und der Sohn zu Hause gebraucht wurde. Nach dem Einsatz bei der Hitlerjugend und am Westwall folgte nach der Sprengung der Brücke in Marktheidenfeld ein Fußmarsch bis an die tschechische Grenze. Aus dieser Zeit verfolgen ihn bis heute entsetzliche und grausame Erlebnisse, die die jungen Männer damals machen mussten. Nach Kriegsende schlug sich Erich Scherg mit Kameraden wieder zu Fuß zurück nach Hafenlohr durch. Hunger und Entbehrungen waren die Begleiter. Zu Hause angekommen gab es keine Arbeit und so versuchte sich Erich Scherg als Fahrer der Behelfsfähre und als Hilfsarbeiter beim Verladen von Schiffen mit Eisenbahnschwellen, bis er dann 1947 endlich als Altlehrling bei der Firma Voll in Würzburg eine Lehre als Karosserieschlosser antreten konnte. Danach arbeitete er in seinem Beruf in Frankfurt und von 1951 bis 1963 in Aschaffenburg bei der Firma Güldner. Die letzte berufliche Station bis zur Pensionierung 1990 war beim Wasserbau. Mit 18 Jahren trat Erich Scherg dem Gesangverein Hafenlohr bei, sang zwischenzeitlich in der Chorgemeinschaft in Schweinheim und ab 1962 wieder in Hafenlohr. Über dreißig Jahre war er Schlagzeugspieler bei der Hafenlohrtalkapelle und auch vorher hatte er schon mit einigen Kameraden Musik gemacht. Zum 70. Geburtstag wurde er vom Gesangverein zum Ehrenmitglied ernannt. Zur Fischerzunft Rothenfels kam Scherg ebenfalls schon mit 18 Jahren. Er ist ihr bis heute treu geblieben. Sein Hobby ist die Forellenzucht und er ist mit einer der letzten Mainfischer. Am 24. Mai 2002 konnte Erich Scherg mit seiner Frau Herta, geb. Lad die goldene Hochzeit feiern. Der standesamtlichen Trauung 1952 folgte die kirchliche Eheschließung in der St. Josefs-Kirche. Aschaffenburg-Damm war damals aus beruflichen Gründen der Wohnsitz der Eheleute. Der Dankgottesdienst zur goldenen Hochzeit fand deshalb auch dort im Kreise der Familie statt. Das Ehepaar Scherg hat fünf Kinder, zwei Mädchen und drei Buben, sowie drei Enkelkinder. Die beiden letzten Söhne – Zwillinge – kamen am 40. Geburtstag von Herta 1965 zur Welt. 2005 feierten sie gemeinsam Geburtstag, vierzig und achtzig Jahre. Die Familie wohnte viele Jahre im Schirrhof in Hafenlohr, inzwischen hat sie jedoch ein eigenes Haus. |
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