HafenlohrVeranstaltungen / Ereignisse Freiwilliger Waldtausch

 

10.07.2009

Freiwilliger Waldtausch in Rekordzeit abgeschlossen


Links von der Tafel Revierleiter Martin Volkmann-Gebhardt, bei der Erläuterung der neuen Besitzverhältnisse, sowie die Waldbesitzer. Rechts Bgm. Thorsten Schwab, Dr. Wolfgang Netsch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, 3. Bürgermeisterin Anya Pauli, Vermessungsdirektor Erhard Glaab und Christoph Langguth vom AELF 

Hafenlohr (ried). Als Abschluss des freiwilligen Waldtausches, der in Rekordzeit vollzogen werden konnte, hatte Bürgermeister Thorsten Schwab die Waldbesitzer, Vertreter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, sowie des Vermessungsamtes zu einer Besichtigung der neu geordneten Waldflächen in der Lauterhecke eingeladen. Am Treffpunkt Bärenhohle/Steinacker begrüßte Bürgermeister Schwab die Teilnehmer und informierte über die Kosten. Kalkuliert waren ca. 40.000 Euro, am Ende muss die Gemeinde Hafenlohr 17.491,13 Euro aufwenden. An Geldleistungen wurden an die Eigentümer der am Verfahren Beteiligten 26.120 € gezahlt. Die Kosten für die Vermessung lagen bei 4.519,13 €, die Aufstellung des Umlegungsverzeichnisses schlug mit 1.352,00 € zu Buche. Hiervon abzuziehen sind 14.500,00 € aus dem Grundstückstausch vor dem Umlegungsverfahren, sodass oben genannte 17.491,13 € an Kosten für die Gemeinde übrig bleiben.

Revierleiter Martin Volkmann-Gebhardt führte aus, dass der Gedanke für den Waldtausch war, aus den langen, schmalen Grundstücken besser zu bewirtschaftende Grundstücke zu machen. Davon würden sowohl die privaten Waldbesitzer als auch die Gemeinde profitieren. In vielen Gesprächen brachte es Volkmann-Gebhardt fertig, alle Beteiligten dazu zu bewegen, entweder zu verkaufen oder zu tauschen. Aus den ca. 60 Grundstücken der 17 Besitzer in der „Lauterhecke“ und am „Hafenberg“ ergaben sich letztendlich sieben private Waldbesitzer und die Gemeinde. Es mussten nur insgesamt acht Grenzsteine neu gesetzt werden. 

An der Begehung nahmen sechs der betroffenen privaten Waldbesitzer teil. Alle zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Sie fanden das Angebot gut, die Gespräche informativ und ausführlich. Auch könnten jetzt die Flächen besser bewirtschaftet werden. Als Vorteil wurde auch empfunden, dass Feld mit einbezogen werden konnte. 

Dr. Wolfgang Netsch vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erläuterte, dass die Wälder einen zukunftsträchtigen Rohstoff hätten, der zu 55 % privaten Besitzern gehöre. Teilweise sind die Grundstücke nur einen Hektar groß. Hier liege noch eine Riesenaufgabe vor den verantwortlichen Stellen. Aus den bekannten verschiedenen Verfahren müsste die beste Lösung zur Anwendung kommen, um einen für alle Beteiligten befriedigenden Abschluss herbei zu führen. Bewirtschaftbare Flächen müssten geschaffen werden und die Möglichkeit einer Waldabgabe muss gegeben sein. Dr. Netsch sprach Bürgermeister Thorsten Schwab, den Waldbesitzern, Revierleiter Martin Volkmann-Gebhardt und den Vertretern des Vermessungsamtes seinen Dank für die gute und reibungslose Zusammenarbeit aus.

Christoph Langguth (AELF), erwähnte, dass Unterfranken 130.000 Hektar Wald habe, der nur zu 40 % in kommunaler Hand sei. Die Verzahnung mit dem Privatwald sei sehr groß und eine Waldbereinigung sehr empfehlenswert. 

Vermessungsdirektor Erhard Glaab sagte, dass das Vermessungsamt nur die Aufgabe hatte, die Vorgaben der Gemeinde ohne großen Aufwand und kostengünstig katastertechnisch zu vollziehen. Der technische Oberinspektor, Albin Diener, bestätigte, dass die Maßnahme unbürokratisch und bürgerfreundlich umgesetzt werden konnte.

 

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