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Main-Echo / Gemeinde Hafenlohr (kaw), 15.11.2003

Zu großer baulicher Aufwand am Friedhof soll nicht sein
Architekt Bernd Müller stellt den Hafenlohrer Gemeinderäten die überarbeitete Planung der Friedhofssanierung vor

Hafenlohr. Zur Beratung und Beschlussfassung über die Anlegung von Urnenfeldern im Rahmen der Sanierung des Friedhofes Hafenlohr begrüßte Bürgermeister Alfred Ritter in der dienstäglichen Gemeinderatssitzung Architekt Bernd Müller.

Er erinnerte an die Besichtigung der Friedhöfe in Zimmern, Marktheidenfeld und Homburg am 30. September diesen Jahres. Damals war vorgeschlagen worden, keine Urnenwand, sondern Grabfelder entlang der Mauer und des neuen Grabfeldes am Boden vorzusehen.

Wie groß sollen Urnengräber sein?

Bernd Müller stellte nun die überarbeitete Planung vor. Er hatte mit dem Bestattungsinstitut Liebler gesprochen und von diesem sei vorgeschlagen worden, Urnengräber von einem auf einem Meter vorzusehen. Bei dieser Größe handele es sich um vier Urnenplätze - also praktisch ein Familiengrab. Es könnten auch Gräber mit zwei oder einem Urnenplatz vorgesehen werden. Hier wären Fundamente für jedes Grabfeld nötig.

In den Grabfeldern sind Tonrohre, in die die Urnen hineinkommen. Diese werden mit Platten abgedeckt, so dass bei einer Bestattung nur ein sehr geringer Aufwand nötig ist.

Bei diesem System gäbe es etwa neun Felder entlang des erweiterten Teils des Friedhofes. Entlang der Mauer bis zur Aussegnungshalle ist diese Art nicht sinnvoll, da der Höhenunterschied zu groß ist.

Bei der anschließenden Diskussion wurde vom Gemeinderat deutlich gemacht, dass ein so großer baulicher Aufwand nicht gewünscht wird. Bereits bei der Friedhofbesichtigung war man sich einig, dass die Gräber in einer Grünfläche im Boden vorgesehen werden sollen. Auch würden voraussichtlich in Hafenlohr Gräber mit vier Urnenplätzen eher nicht verlangt werden, da fast jede Familie ein Familiengrab habe. Urnengräber würden erfahrungsgemäß eher von Alleinstehenden oder kinderlosen Ehepaaren gewünscht.

Lichte Tiefe von 50 Zentimeter

Um eine einheitliche Gestaltung hinsichtlich der Abdeckplatten zu erreichen, wurde beschlossen, dass auf dem vorhandenen Grünstreifen vorne und hinten Fundamente angelegt werden, so dass eine einheitliche Größe für die Abdeckplatten gegeben ist. Die Gräber sollen eine lichte Tiefe von 50 Zentimeter haben. Die Planung wird nochmals überarbeitet.

Angesprochen wurde auch, wie es mit der Sanierung weiter gehen soll. Die Ausschreibung des ersten Grabfeldes mit den Urnengräbern soll im nächsten Jahr erfolgen. Bürgermeister Ritter wurde beauftragt, Gespräche mit den Nutzungsberechtigten der Gräber zu führen.

Nach langer Zeit lagen dem Gemeinderat wieder einmal mehrere Bauanträge vor. Stefan Ritter und Susanne Mundelsee aus Hafenlohr möchten ein Einfamilienwohnhaus im Baugebiet »Gehäg-Sandäcker« errichten, Heinz Hohe aus Hafenlohr plant den Bau von drei Garagen in der Hauptstraße 47 und Alfred Hohe aus Hafenlohr möchte seinen Balkon in der Marienbrunner Straße überdachen. Von Fred und Gabriele Schäffer aus Hafenlohr liegt der Antrag auf einen Wohnhausanbau in der Hauptstraße 50 vor. Zu allen Bauvorhaben erklärte der Gemeinderat sein Einverständnis.

Wie Bürgermeister Alfred Ritter bekannt gab, sei die Straße am »Läutersgraben« mit Wirkung zum 1. November 2003 zur Ortsstraße gewidmet worden. Die Straße beginnt an der Einmündung der Marienbrunner Straße (Kreisstraße 27) und endet an der Einmündung Bahnhofstraße. Träger der Straßenbaulast ist die Gemeinde Hafenlohr.

Die Jahresrechnungen 2001 und 2002 wurden von Gerd Dobesch, Guntram Leimeister und Thorsten Schwab geprüft und vom Gemeinderat genehmigt. Es gab keine Unregelmäßigkeiten und keine wesentlichen Beanstandungen.

Kein Qualm Im Jugendraum

Die ausgearbeitete Hausordnung für die Interessengemeinschaft Jugendzentrum Hafenlohr wurde dem Gemeinderat mit der Sitzungseinladung zugestellt und wurde nun nochmals besprochen. Es ergab sich eine geringfügige Änderung dahingehend, dass im Jugendraum grundsätzlich nicht geraucht werden soll. Ansonsten bleibt die Hausordnung wie vorgeschlagen.

Auf Anfrage des Vorsitzenden der IG Jugendzentrum, Johannes Leimeister, klärt Bürgermeister Alfred Ritter mit der Bayerischen Versicherungskammer, welche Versicherung abgeschlossen werden muss.

 

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